Fanboys

May 4th, 2009

IMDb 7.4 / RT 31% / Trailer

1997 versuchen vier Freunde in die Skywalker-Ranch einzubrechen, damit einer der Jungs, welcher Krebskrank ist, Episode I noch vor seinem Tot sehen darf. Wessen Interesse bei den zwei Schlagwörtern in dem vorherigen Satz noch nicht geweckt ist, darf den Film seelenruhig umgehen. Für alle Star-Wars-Nerds: Ja rockt zwar, aber nur mit nem Bier und als Event. Die Story klingt zwar nach nach was, entpuppt sich aber leider als fast Geschmacklos. Abgesehen von der Begründung für den Bruch, hat die Krebs-Geschichte eigentlich kaum Wert für den Film. Irgendwo schon fast Makaber. Davon abgesehen ist der Film eine klassische Road-Trip-Komödie mit viel Fäkal-/Collage-Humor aber einigen wirklichen Krachern. Ein negatives Beispiel wäre da der Beat, in der einer der Jungs versucht mit Wurst und Käse seinen Arsch vor der dreckigen Knast-Klobrille zu schützen. Umgekehrt hat man dann aber solche Perlen, wie die Konfrontation mit einem Zuhälter (Seth Rogen!) und seinen Tätowierungen (Jar-Jar Bings!!). Die Star-Wars-Witze sitzen, der Rest ist absoluter Scheiß. Viele Gastrollen, unter anderem Carrie Fisher (Leia), Billy Dee Williams (Lando Calrissian), William Shatner und Kevin Smith. WIRKLICH nur für Nerds. Die haben aber ihren Spaß.

Dharma-Bier

May 3rd, 2009

YEAH! Damit wird der Abend ausgeschmückt. Zuerst werd ich mir Fanboys und danach die neue Lost-Folge reinziehen. Zu Fanboys werd ich vermutlich auch mal wieder einen kleinen Text verfassen. Wer sich auch Dharma-Bier basteln will, die Templates gibts hier. In dem Sinne.. Cheers!

Twighlight für Erwachsene?!

April 21st, 2009

IMDb 8.2 (#192) / RT 98%

Am Donnerstag und Montag läuft dann im regulären Filmclubprogramm der Vampirfilm “So finster die Nacht”. Kenner sprechen von Ihm als “Twighlight” für Erwachsene. Die FAZschreibt dazu: “Der Film ist verstörend wie kaum ein anderer Film dieses Genres, aber auf so verblüffende poetische Art, dass er zugleich einer der aufregendsten europäischen Filme des Jahres ist.”

Kleiner Ausschnitt aus dem Newsletter des VHS-Filmclub’s Emden. Also erstens heißt der Schund “Twilight” und nicht “Twighlight”, und zweitens sollte man die beiden Filme auf gar keinen Fall in einem Satz, geschweige denn Text nennen! Grober Fehler. Ich würde gerne mal diese… „Kenner” kennen lernen.

BTW, ich lege jedem den Film ans Herz, wenn auch nur in der schwedischen Originalfassung. Für die Synchro würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen. Es gibt verdammt wenig anspruchsvolle, fantastische Filme. Hier ist einer, also tut uns einen Gefallen, guckt ihn euch an und erzählt allen Freunden davon. Dieses Kunststück ist zu wertvoll, um einfach unter zu gehen. Bitte Bitte, mit Zucker oben drauf!

Achso, sollte mittlerweile auch auf DVD erschienen sein. Falls eure Videothek den nicht haben sollte (sehr wahrscheinlich): halt mittels Datenleitung aus Schweden importieren ;). Oder mit deutscher Synchronisation im Cinestar Emden. Vielleicht werd ich da auch nochmal auftauchen.

Quantum of Solace

March 30th, 2009

Quantum of Solace… ein Quantum Scheiß! Und das auch noch von Marc Forster. Beim nächsten mal bitte das schlechte Drehbuch abstoßen, statt das Familien-Guthaben aufzustocken, lieber Marc! Mal hoffen das er World War Z nicht verhaut..

TODO für die nächsten Wochen

March 2nd, 2009

Neben dem Großereignis Watchmen im März, welches ich definitiv nicht synchronisiert genießen werde (die deutsche Stimme von Rorschach ist ja noch schlimmer als das Gebrumme von Batman/Christian Bale) liegen hier noch einige andere Sachen rum, die ich mir angucken will. Neben meiner Nachhilfe in japanischen Yakuza-/Samurai-Filmen (Sword of Doom, sehr zu empfehlen!) wollte ich mir auch noch ein paar Blaxploitation-Klassiker angucken. Die Liste ist aber größtenteils n bunter Misch aus allem. Falls wer aus Emden Bock auf einen oder mehrere hat, ist er/sie gerne eingeladen.

Achja, wer auch immer “GY” ist, ich finde dich! Permanent-Marker auf Whiteboard! Welch Gemeinheit! Hiermit setze ich ein Bier Kopfgeld aus. “Power of Blog!” ;). Findet ihn/sie!

Content-Killer Mama

March 2nd, 2009

So, dass Semester hat begonnen, jetzt kann’s weiter gehen. Grund für das doch recht große Content-Loch waren zuerst die Prüfungen im Januar und dann die Ferien, die ich größtenteils bei meinen Eltern verbracht habe. Weitere Probleme waren ‘Fallout 3′ und ‘Jagged Alliance 2′ (welches ich zum ersten mal seit Jahren spielen kann ohne in ein Selbstzweifelloch zu fallen!). Aber Schluss mit Ausreden, eigentlich liegt es daran, dass meine Texte meistens einfach nicht aktuell genug sind. Das meiste gibt’s halt nur bei PirateBay oder mit Glück irgendwann in der Videothek. Andere Filme wiederum stehen schon seit Ewigkeiten in der Videothek und sind daher auch nicht mehr aktuell. Weiterhin wurde ich mehrfach darauf hingewiesen, dass meine Reviews nur funktionieren, wenn man den Film bereits gesehen hat. Auch problematisch ;).

In Zukunft werde ich also weniger Reviews (Wenn man die Texte denn überhaupt so bezeichnen kann) schreiben und meine Mini-Texte abschaffen. Dafür versuche ich dann zu ausgewählten Filmen kleinere Texte zu schreiben, die evtl. auch in den RSS-Feed passen, und damit leichter zu konsumieren sind. Vorschläge sind willkommen.

Roger Ebert versteht mich

December 19th, 2008

Roger Ebert, mein persönlicher Held, hat es auf den Punkt gebracht. Er hat eine Liste der besten “ausländischen” (aus amerikanischer Sicht) Filme aufgestellt und nebenbei bemerkt, das es recht unwahrscheinlich ist, das diese in einem Kino deines Vertrauens zu sehen sind. Deshalb schließt er:

Although I have long defended celluloid projection over video, the time has come for me to relent. Video projection is now excellent; it was not in earlier years, even though its proponents claimed it was. I still prefer film, but I think the time is approaching when the original promise of video can come true. If distributors of foreign and indie films are able to beam a video signal directly to theaters, the cost savings on the manufacture and distribution of prints would be enormous, and allow wide simultaneous openings even in smaller cities. It’s clear something has to be done, and maybe this is it.

(link)

Zum Hintergrund: Das Kino erlebt gerade eine kleine Revolution, da jetzt endlich ein Standard für digitales Kino steht. Die alten Filmprojektoren mit ihren 35mm Streifen werden auf den Müll geschmissen und neue, digitale, Projektoren werden uns von Filmrauschen und unscharfen Bildern befreien. Der Nachteil an der Sache ist, das die Filme dann wohl verschlüsselt und nur mit X.509-Zertifikaten auf bestimmte Zeit abspielbar sind. Das ist aber eine andere Geschichte.. erstmal: hurray! Digitale Filme: das bedeutet das die teuren Kopien wegfallen und jedes Kino am Arsch der Welt Indie-Filme zeigen kann, wenn auch nur für 1-2 Abende. Und Gerdes endlich gute Qualität kennen lernt! Das ist aber ein andere Hut ;). Da bekommt man doch fast Lust das Studium zu schmeißen und auf Theaterleiter umzuschulen…

kurzgefasst #5

December 14th, 2008
  • Eagle Eye: Lächerlich, beleidigend und größtenteils kopiert. Republikanische Teenies könnten aber Spaß dran haben. 3/10 (IMDb / RT)
  • The Oxford Murders: Klassischer, hoch-intelligenter Krimi von Alex de La Iglesia der dieses mal ungewöhnlich ‘auf dem Boden bleibt’. 7/10 (IMDb / RT)
  • Taxidermia: Ungarischer phantastischer-Realismus über drei Generationen einer… grotesken Familie. SEHR provakant aber gelungen. 9/10 (IMDb / RT)
  • The Devil Dared Me To: Neuseeländischer Action-Splatter den man auf garkeinen Fall synchronisiert schauen sollte. Daher keine Bewertung. (IMDb / RT)
  • The Flying Scotsman: Fahrrad-Rennfahrer-Sportfilm? Klingt komisch, gehört aber zur Oberklasse des Genres. Lohnt sich. 7/10 (IMDb / RT)

Filmkritiken auf Punktverteilungen zu reduzieren ist scheiße. Ich hab da eigentlich nicht wirklich Spaß dran. Ich werd mir da in Zukunft was besseres überlegen… Daumen hoch/runter, n Kuchen, Sterne oder was ähnliches. Eagle Eye kommt mir durch das jetzige System einfach noch zu gut weg und Filme wie Taxidermia wirken überbewertet, obwohl sie es nicht sind.

Lektionen in Finsternis

December 10th, 2008

IMDb 8.3 / Rotten Tomatoes 100%

Nachdem ich dank ‘Encounters at the End of the World’ auf Werner Herzog’s Dokumentationen aufmerksam geworden bin, hab ich angefangen ein wenig zu graben. Dabei sind mir vor allem ‘The Wild Blue Yonder’ und ‘Lektionen in Finsternis’ ins Auge gefallen. Wie ich bereits in einem anderen Post geschrieben hab, ist ‘The Wild Blue Yonder’ ein ausgezeichnetes Experiment, schafft es aber nicht eine nötige „Spannung” aufzubauen. Lektionen der Finsternis funktioniert genau wie ‘Blue Yonder’, hat aber den richtigen Bogen bekommen. Aber worum geht es überhaupt? Werner Herzog kombiniert eindrucksvolle Aufnahmen (im Fall von ‘The Wild Blue Yonder’ NASA-Material) mit einer irreführenden Narration, die aus einem Science-Fiction-Film stammen könnte, zu einem Mindfuck-Konstrukt das uns die Dinge aus einer anderen Perspektive sehen lässt, als wir es gewohnt sind. In ‘Lektionen in Finsternis’ zeigt er Aufnahmen die nach dem ersten Golfkrieg im nahen Osten entstanden sind und verpackt sie als aussterben einer Bevölkerung auf einem fremden Planeten. Im Gegensatz zu ‘Blue Yonder’ hat Herzog die Aufnahmen dieses mal aber selber geschossen und ein wenig mit der Erzählerstimme gespart, wodurch es wesentlich leichter fällt der Illusion zu verfallen. Es klingt ein wenig pervers, aber die poetischen Aufnahmen die in der Liga von Koyaanisquatsi spielen erzeugen eine perfide Poesie, der man sich kaum entziehen kann. Jeder sollte sich dem aussetzen und sich eine eigene Meinung bilden, zumal der Film eine zugängliche Länge von 55 Minuten hat. Ich würde einiges geben um den Film noch einmal auf einer Leinwand sehen zu dürfen..

Pineapple Express

December 9th, 2008

IMDb 7.6 / Rotten Tomatoes 68% / Trailer

Stoner-Buddy-Komödie! Aber eine gute! HA! Action gibt’s auch noch dazu. Ich bin ja schon seit längerem bekennender Seth Rogen / Judd Apatow Fanboy, aber hier war selbst ich überrascht. Über den Humor lässt sich sicherlich streiten, aber wer bei den letzten Machwerken ‘Superbad’ oder ‘Knocked Up’ seinen Spaß hatte, wird auch hier auf seine Kosten kommen. Was den Film aber erst richtig interessant macht, ist der absolut unlogische Plot der sich zu einem Action-geladenen Feuerwerk von Ende hinarbeitet und dabei immer kurioser (und besser) wird. Ich vermute das bei einem zweiten Durchlauf noch wesentlich mehr zu finden ist, was arg auf einen Kultfilm hindeutet. Der Vergleich zu ‘Big Lebowski’ ist vielleicht ein wenig gewagt, aber durchaus angebracht, da sich viele gemeinsame Nenner finden lassen. Also: lange nicht mehr ein so gewagtes Mash-Up-Mainstream-Filmprojekt gesehen das funktioniert. Alle die was mit den Zutaten anfangen können, unbedingt anschauen!

P.S: Der Film war vor kurzem (oder ist noch irgendwo?) in den deutschen Kinos und ist gerade in den USA auf DVD/BluRay erschienen. Ich hab ihn mir auf Englisch angeguckt, was evtl. des Humors halber die bessere Wahl ist. Weiß jemand ob die deutsche Synchro gelungen ist?